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Rudy Galindo, der Bekannte Eislaufchampion, wird Einer der Gay Games
Der amerikanische Meister und Bronzemedaillengewinner wird Ehrenpräsident der Eiskunstläufer für Chicago 2006
2004-11-03

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NEW YORK - 1. November 2004 - Er ergreift die Chance im Sprung, im Gleitschritt oder mit einer Pirouette -- egal wie man es im Eislaufjargon nennt, aber Rudy Galindo ist auβer sich vor Freude bei dem Gedanken, einer der Gay Games Vertreter zu werden, um das alle vier Jahre stattfindende GLBT-Sportevent, das jetzt über 20 Jahre alt ist, zu unterstützen.

Galindo will auch Ehrenpräsident der Eiskunstläufer beim Gay Games VII in Chicago sein, das vom 15.-22. Juli 2006 stattfinden wird.

"Ich habe seit Jahren vom Gay Games gehört und kann es nicht erwarten, in Chicago zum ersten Mal selbst dabei zu sein," sagte Galindo. "So viel von dem, was Gay Games über Stellungnahme und Offenheit im Sportbereich voranstellt, ist genau so wie ich meine Karriere als Amateur und professioneller Eiskunstläufer erlebe."

Bei den amerikanischen Eislaufmeisterschaften 1996 fiel Galindo zum ersten Mal nach mehreren Jahren als Meister im Paarlauf mit Kristi Yamaguchi auf und mit weiteren Plätzen im Einzellauf um die Goldmedaille für Männer -- ein Sieg, der umso schöner war, weil er damit die zwei vorangegangenen Gewinner besiegt hat und das alles in seiner kalifornischen Heimatstadt San Jose stattgefunden hat. Er bewies, dass diese Leistung kein Zufallstreffer war, da er weitermachte und einige Wochen später die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften gewann.

Seitdem ist Galindo einer der weltweit bekanntesten professionellen Eiskunstläufer geworden und er erntet überall tobenden Beifall. Seine bekannten Programme zu "Send in the Clowns" und "YMCA" gehören weiterhin zu den beliebtesten bei seinen Fans.

Galindos Anziehungskraft kommt zum Teil daher, dass er seinen Erfolg auf nationaler und internationaler Ebene mit einer unerschrockenen Ausdrucksfreiheit und mit einem ihm eigenen Stil kombiniert, aber auch über persönliche Angelegenheiten frei und wohlüberlegt redet. Seit 1996 seine Autobiografie "Icebreaker" erschienen ist, spricht er offen über seine Sexualität und seit der Diagnose Anfang 2001 darüber, dass er HIV-positiv ist.

"Rudys Botschaft passt perfekt zu der Vorstellung und der Aufgabe des Gay Games, zu dessen wichtigsten Zielen es gehört, eine sichere und aufnahmebereite Umgebung für jene Leute zu schaffen, die mit HIV leben müssen und so in ihren Sportarten persönlich ihr Bestes geben können," sagte Kathleen Webster, Vizepräsidentin der Federation of Gay Games.

"Ich glaube, es ist wichtig, mich meiner HIV-Positivität zu stellen und kann mir kaum vorstellen, nicht dazu zu stehen, offen und stolz zu sein," sagte Galindo. "Mich nicht zu meiner Homosexualität zu bekennen, kam für mich nie in Frage. Ich bin einfach ich selbst."

Galindo ist in seiner beruflichen Laufbahn sehr aktiv und tritt diese Woche in der "Legends on Ice"-Show in Long Beach, Kalifornien auf. Er wird bei den "Broadway on Ice"-Shows, die Ende Dezember beginnen, mit auf Tour sein, und 2005 wird er zu den Darstellern bei "Champions on Ice" gehören.

Dies ist ein ziemlich dichter Terminplan für jemanden, der im Jahre 2003 zwei Mal eine ernsthafte Hüftoperation hatte, um chronische Schmerzen zu beseitigen, die auf eine atraumatische Osteonekrose zurückzuführen waren, eine Kräfte raubende Situation, die fast zum Ende seiner Karriere geführt hätte. Galindo nahm die Herausforderung an wie schon öfter zuvor in seinem Leben, indem er die Sache frontal anging und arbeitete, um darüber hinweg zu kommen. Jetzt kann er schmerzfrei Eis laufen und macht sogar alle dreifachen Sprünge wie früher.

Galindo ist nun 35 Jahre alt und lebt in Reno, Nevada. Seine ältere Schwester Laura Galindo-Black ist weiterhin seine Trainerin. Sie spielt diese Rolle schon seit seiner Solokarriere und er schätzt das. Er äuβert sich offen zu seinem Kampf für Aufklärung und Erziehung in Sachen Aids, und dazu gehören Safe Sex, medizinische Betreuung und sozial-juristische Angelegenheiten rund um das Einstellen von HIV-positiven Personen.

"Es bedeutet mir sehr viel, um die Unterstützung der Gay Games Bewegung gebeten zu werden, nachdem ich weiβ, dass der Gründer von Gay Games, Dr. Tom Waddell, zu einem Zeitpunkt an Aids gestorben ist, als die Betreuung noch nicht so fortgeschritten war wie heutzutage," sagte Galindo. "Die vielen Organisationen, die die Federation of Gay Games bilden, haben sowohl die Überlebensfähigkeit als auch die Veranstaltung von Wettbewerben zum Ziel."

Galindo sagt, dass er hofft, im Juli 2006 als Ehrenpräsident der Eiskunstläufer in Chicago anwesend zu sein. "Mein Freund (der ehemalige amerikanische Meister und Weltmeister) Debbie Thomas machte beim Gay Games 1994 in New York eine Vorführung. Es wäre aufregend, zusammen mit anderen GLBT-Eisläufern und unseren Freunden im Jahre 2006 mitmachen zu können!"

Galindo kommt als Gay Games Vertreter auf die berühmte Liste so prominenter Personen wie Olympiaschwimmer und Goldmedaillengewinner Bruce Hayes, Rockmusikerin Melissa Etheridge, der ehemalige amerikanische Vertreter James Hormel, der Fotograf Tom Bianchi, der ehemalige Major League Baseballspieler Billy Bean, der ehemalige National Football League Spieler Esera Tuaolo, die Tennislegende Billie Jean King und die Schauspielerinnen Judith Light und Amanda Bearse.

Um mehr über Gay Games VII im Juli 2006 in Chicago zu erfahren, besuchen Sie bitte die Homepage www.GayGamesChicago.org . Was die Federation of Gay Games betrifft, finden Sie unter www.gaygames.com.



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